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Letzte Aktualisierung:21.11.2011

Emanuel Geibel

deutscher Lyriker
*17.10.1815  †06.04.1884


Text 1 bis 4 von insgesamt 4 Texten

Wie viel ich Täuschung auch erfuhr...
Wie viel ich Täuschung auch erfuhr
Im Leben und im Lieben,
Du bist mir allezeit, Natur,
Du bist mir treu geblieben.

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Am guten Alten...
Am guten Alten
in Treue halten;
am kräftigen Neuen
sich stärken und freuen,
wird niemand gereuen.

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Auferstehung
Wenn einer starb, den du geliebt hienieden,
So trag hinaus zur Einsamkeit dein Wehe,
Dass ernst und still es sich mit dir ergehe
Im Wald, am Meer, auf Steigen längst gemieden.

Da fühlst du bald, dass jener, der geschieden,
Lebendig dir im Herzen auferstehe;
In Luft und Schatten spürst du seine Nähe,
Und aus den Tränen blüht ein tiefer Frieden.

Ja, schöner muss der Tote dich begleiten,
Ums Haupt der Schmerzverklärung lichten Schein,
Und treuer - denn du hast ihn alle Zeiten.

Das Herz auch hat sein Ostern, wo der Stein
Vom Grabe springt, dem wir den Staub nur weihten;
Und was du ewig liebst, ist ewig dein.

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Das ist die rechte Ehe
Das ist die rechte Ehe,
wo Zweie sich geeint,
durch alles Glück und Wehe
zu pilgern treu vereint.
Der eine Stab des andern,
und liebe Last zugleich,
gemeinsam Rast und Wandern,
und Ziel das Himmelreich.

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