Michel Eyquem de Montaigne
französischer Schriftsteller, Philosoph
*28.02.1533 †13.09.1592
*28.02.1533 †13.09.1592
Seite12
Text 1 bis 10 von insgesamt 13 Texten
An dem, was ich an mir selber erfahren habe, fände ich genug, ein Weiser zu werden, wenn ich nur ein guter Schüler wäre.

Auf den Tod sinnen heißt auf Freiheit sinnen.


Es mag sein, daß wir durch das Wissen anderer gelehrter werden. Weiser werden wir nur durch uns selbst.

Es ist ungewiß, wo uns der Tod erwartet. Erwarten wir ihn überall!

Der beste Beweis für Weisheit ist beständige gute Laune.

Das Alter zieht noch mehr Runzeln in unserem Verstande als in unserm Antlitz.

Das heißt wirklich lieben: Jemanden beleidigen und verwunden, um ihn zu bessern.

Kein Wind ist demjenigen günstig, der nicht weiß, wohin er segeln will.

Wenn ein Mann einer Frau verspricht, sie ewig zu lieben, dann setzt er voraus, daß sie immer liebenswert bleiben wird.

Glück und Unglück sind meiner Meinung nach zwei souveräne Mächte. Es ist Torheit, anzunehmen, daß menschliche Klugheit die Rolle des Glücks spielen könne.

Seite12






