Gedichte zum Thema Natur/Jahreszeiten
Die Natur hat schon viele Dichter dazu inspiriert, Gedichte über ihre Schönheit, aber auch ihre Gewaltigkeit, zu verfassen. Jede Jahreszeit hat dabei ihren ganz speziellen Charme, der in den folgenden Gedichten in Versform festgehalten wurde.
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Gedicht 1 bis 10 von insgesamt 11 Gedichten
Frühlingsnacht
Übern Garten durch die LüfteHört ich Wandervögel ziehn,
Das bedeutet Frühlingsdüfte,
Unten fängts schon an zu blühn.
Jauchzen möcht ich, möchte weinen,
Ist mirs doch, als könnts nicht sein!
Alte Wunder wieder scheinen
Mit dem Mondesglanz herein.
Und der Mond, die Sterne sagens,
Und in Träumen rauschts der Hain,
Und die Nachtigallen schlagens:
Sie ist Deine, sie ist dein!

Geburtstag im Frühling
Im Garten blühn schon ein WeilchenSchneeglöckchen, Krokus und Veilchen.
Da hab ich nicht lang bedacht
und ein schönes Sträußchen zurechtgemacht.
Das bringe ich dir zum Geburtstagsfest.
Der Frühling dich schön grüßen läßt.
Er sagt mit allem Sonnenschein
kehrt er so gerne bei dir ein.
Damit dein neues Lebensjahr
sei sonnig, fröhlich, hell und klar.


Frühling
Frühling läßt sein blaues BandWieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

Wie viel ich Täuschung auch erfuhr...
Wie viel ich Täuschung auch erfuhrIm Leben und im Lieben,
Du bist mir allezeit, Natur,
Du bist mir treu geblieben.

Frühling
Nun ist er endlich kommen dochIn grünem Knospenschuh;
»Er kam, er kam ja immer noch«,
Die Bäume nicken sich's zu.
Sie konnten ihn all erwarten kaum,
Nun treiben sie Schuss auf Schuss;
Im Garten der alte Apfelbaum,
Er sträubt sich, aber er muss.
Wohl zögert auch das alte Herz
Und atmet noch nicht frei,
Es bangt und sorgt: »Es ist erst März,
Und März ist noch nicht Mai.«
O schüttle ab den schweren Traum
Und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag's auch du.

Frühling soll mit süßen Blicken
Frühling soll mit süßen BlickenMich entzücken und berücken,
Sommer mich mit Frucht und Myrthen
Reich bewirten, froh umgürten.
Herbst, du sollst mich Haushalt lehren,
Zu entbehren, zu begehren,
Und du Winter lehr mich sterben,
Mich verderben, Frühling erben.

Im Frühling
Die Sonne scheint, sodass man meint,der Welt geht's gut, ganz ausgeruht.
Sie räkelt sich und dreht sich um,
ganz vorsichtig im Kreis herum.
Der letzte Schnee sucht seine Bahnen,
als kleines Rinnsal, man kann es ahnen,
dass nun ein neues Leben beginnt.
drum Erde, wach auf, die Zeit verrinnt!
Lass Sonne scheinen auf deinen Bauch,
auch wärme die Maus im Haselnussstrauch,
und denke daran, wie schön ist zu sehen,
wie im Frühling die letzten Schatten verwehen.

Im wunderschönen Monat Mai
Im wunderschönen Monat Mai,Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen
Im wunderschönen Monat Mai
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen

Frühlingsbote
Der Frühling weiss zu findenMich tief in Stadt und Stein,
Giesst mir ins Herz den linden
Fröhlichen Hoffnungsschein.
Manch' grüne Wipfel lauschen
Zwischen den Dächern vor,
Ein Lerchenklang durch's Rauschen
Der Stadt schlägt am mein Ohr.
Ein Schmetterling als Bote
Flattert im Wind vorbei,
Hinschwebend über das todte
Steinerne Einerlei.

Frühling
Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!"
Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!"
Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
"Der Frühling, der Frühling!" - da wußt' ich genug!

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